Im wehrhaften Hafen dümpeln sowohl die für die Balearen typischen Fischerboote, Llaüts, als auch Motoryachten, Trawler und Sportsegler. Von hier aus starten Ausflugsschiffe nach Cala Millor und Porto Cristo. Ein Schnellboot verbindet den Hafen in 75 Minuten mit der Nachbarinsel Menorca. In der näheren Umgebung des Ortes befinden sich einige beliebte Strände, unter anderem Cala Agulla, Cala Son Moll und Cala Gat.
Nördlich des Hafens sind die historischen Langustenhäuser, weiße quaderförmige Gebäude, in denen die Schalentiere vor dem Verkauf in Meerwasserbecken lebendig gehalten wurden, erhalten und heute unter Denkmalschutz gestellt.
Auf einem Hügel oberhalb des Ortes hat sich der Tabakschmuggler, Immobilienhändler und spätere Bankier Juan March (Joan March i Ordinas) 1911 auf den Ruinen eines Wachtturms aus dem 15. Jahrhundert das Refugium Sa Torre Cega (= Der blinde Turm) erbaut. In dem die Villa umgebenden 60.000 m² großen Park (Jardines March), den der britische Gartenarchitekt Russell Page angelegt hat, befand sich eine Sammlung ca. 40 zeitgenössischer Skulpturen. Juan March ist 1962 83-jährig bei einem Autounfall umgekommen. Der Komplex, der im 20. Jahrhundert auf Anmeldung zu besichtigen war, ist heute nicht mehr öffentlich zugänglich, die Skulpturen werden teilweise in dem von seinem Sohn Juan March II gegründeten Museum Palau March in Palma de Mallorca als permanente Ausstellung aufbewahrt.
Östlich des Ortes führt
eine Stichstraße durch eine zerklüftete
Felslandschaft mit kleinen Badebuchten zum
Punta de Capdepera mit dem in der
Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten
Leuchtturm (Far de Capdepera). Auf
dieser Halbinsel steht auch die Ruine des
mittelalterlichen Wachtturms Torre
Embucada.
